Organisationen und Mitgliedschaften

Die Berliner Unitarier treffen sich regelmäßig zu Gottesfeiern, um im gemeinschaftlichen Gebet Kraft zu sammeln und Orientierung zu finden für den weiteren Lebensweg. Diese Feiern haben eine feste Liturgie, die eine Verbindung von frei formulierten und festen Gebeten ist. Einen Mittelpunkt bildet dabei die Ansprache des Geistlichen, in der die Gemeinde neben Erbauung und Wissenserweiterung auch erfahren soll, daß sich ihr Glaubensgut auch in anderen weltlichen und religiösen, christlichen und nichtchristlichen Quellen wiederfindet. Das zweite Zentrum bildet die "Wandlung", eine Minute der Versenkung und Meditation, in der der Gläubige die Kraft Gottes in sich und der Glaubensbrüder und -schwestern um sich erfährt, um daraus Kraft, Zuversicht und Klarheit für den eigenen weiteren Lebensweg zu schöpfen.

Neben der Gottesfeier gibt es die Taufe, Konfirmation, Trauung und Beerdigung. Die Taufe ist für uns eine Segnung des Täuflings und ein Auftrag an die Gemeinde, den Täufling in ihrer Mitte aufzunehmen. Der Konfirmation kommt insofern besondere Bedeutung zu, als erst durch sie die Aufnahme der Konfirmanden in die Gemeinde erfolgt. Grund dafür ist der Wunsch, daß niemand Mitglied der Gemeinde werde, der das nicht selber will. In der Bundesrepublik Deutschland wird die volle Religionsmündigkeit mit 14 Jahren erreicht. So alt sind in der Regel auch die Konfirmanden.

Die Trauung ist eine Segnung des gemeinschaftlichen Lebensweges, die Trauung wird mit der Formel geschlossen: "...bis daß das Schicksal euch scheide." Das kann auch der eigene Wille sein. Aus seelsorgerischen Gründen kann der Pfarrer auch Personen taufen, trauen oder bestatten, die nicht Mitglieder der Kirche sind.
Die großen christlichen Feste werden auch von den Berliner Unitariern begangen, weil sie in ihnen einen über die christlich-orthodoxe Deutung hinausgehenden Sinn sehen.

Formaljuristisch ist die Unitarische Kirche in Berlin ein eingetragener Verein und als gemeinnützig anerkannt. Die Unitarier messen interreligiösen Zusammenkünften und interreligiöser Arbeit eine hohe Bedeutung bei. Die unitarische Kirche in Berlin ist daher Mitglied der Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgesellschaften in Berlin (AKR). Durch die AKR hält die Unitarische Kirche in Berlin regelmäßige Ansprachen im Rundfunk, Vorträge an der Volkshochschule und nimmt an den Gesprächsforen der Kirchen und Religionsgesellschaften teil. Auf internationaler Ebene ist die Unitarische Kirche in Berlin Mitglied der "International Association for Religious Freedom (iarf) (deutsch: Weltbund für religiöse Freiheit).

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